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Was könnte schöner sein als ein gepfegtes Steckenpferd? Mehrere Steckenpferde wink. Aber vielleicht sollten wir kurz klären was es mit dem Steckenpferd auf sich hat. Laut Wikipedia ist ein Steckenpferd ein Kinderspielzeug. Im übertragenen Sinne meint das Wort so viel wie Liebhaberei oder im Englischen auch Hobby.

Aber was um alles in der Welt hat nun ein Hobby mit dem studieren zu tun. Vielleicht auch hier zunächst zur Begriffsklärung: Studium (lateinisch studere „[nach etwas] streben, sich [um etwas] bemühen“). Im allgemeinen auf ein Hochschulstudium bezogen: Das Streben nach Wissen oder Erleuchtung.

Jetzt mag man sich vorstellen was passiert, wenn das Gemüt eines Menschen seine kindliche Neugierde noch nicht verloren hat. Ein offener, neugieriger Geist findet also gefallen am Neuen, am Anderen, am Unbekannten..., womit sich eine Liebhaberei zum Wissen oder besser zu dessen Erwerb, also dem Studiiren ergibt. In Kurzform, das Studium als Hobyy. Mag sich auf den ersten Eindruck eher abwertend anhören, aber vielleicht sehen wir uns mal an, wie Hobby definiert wird. Wir wollen auch hier wieder die Wikipedia in Auszüben bemühen:

"Ein Hobby (deutscher Plural: Hobbys) ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Vergnügen oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt, also einen Teil seiner Identität darstellt ... Als Hobby wird eine Tätigkeit indes nur bezeichnet, wenn man für diese Tätigkeit eine im Vergleich zu anderen Freizeitgestaltungen besondere Vorliebe (Präferenz) hat und sie regelmäßig ausübt."

Ein weiteres Kennzeichen eines Hobby ist, dass es niemals zu Ende ist. Was könnte es im Sinne einer steten geistigen Bildung also besseres geben, Studieren zum Hobby zu haben. Studieren um des Studieren Willens, um des Unbekannten willen um die hoffentlich nie enden wollende Neugierde zu befriedigen. Um auch hier wieder ein Zitat zu bemühen: "...eine Welt nie enden wollenden Staunens..." (na weiss jemand wo das her stammt? -> WH13).

So nachdem wir nun geklärt haben, wie ich wieder zum Studieren gekommen bin, vielleicht ein kleiner Schwenk zur mehr praktischen Seite: Was tue ich eigentlich genau? Nun, angefangen hat alles mit einer Suche nach beruflicher Fortbildung im Bereich der IT Sicherheit. Unabhängig von verschiedenen Industriefortbildungen bin ich Anfang 2016 auf die IS-ITS aufmerksam geworden, die intersannte Zertifikatskurse anboten. Kurzentschlossen belegte ich noch 2016 einen ersten Kurs. Und es gefiel mir. Ich war also angefixed.

Aus einem mir nicht wirklich nachvollziehbarem Grund, vermutlich aus maßloser Selbstüberschätzung und Gier nach Mehr, habe ich mich fröhlich weiter nach Bildungsangeboten umgesehen und bin schließlich bei der Hochschule Trier gelandet. Auch hier wieder kurzentschlossen einen Kurs gebucht. Und es gefiel mir. Jetzt hing ich also schon richtig an der Nadel.

Und wie das so ist mit den Hals nicht vollbekommenden Abhängigen musste es natürlich weiter gehen. Also habe ich den Entschluß gefasst, dass das mit dem Zertifikatsstudium nur Kinderkram ist und jetzt ein ordentliches Studium her muss, ergo versuche ich mich in Trier nun als ordentlicher Student einzuschreiben. Und ich weiss, es wird mir gefallen. Und spätestens wenn das ordentliche Studentenleben beginnt, bin ich dann schwerstabhänig und vermutlich Therapiebedürftig.

Bei aller Jovialität meiner Erzählung will ich nicht vergessen, dass ich durchaus die praktischen Nutzen für meinen Beruf sehe und selbst nach den wenigen Semestern bereits die ersten positiven Einflüsse auf meinen beruflichen Alltag feststellen kann.

Wie auch immer, vielleicht konnte ich ja den einen oder anderen Neugierig darauf machen wie es weiter geht. Nun, ich will die Neugierigen und Euch gerne mitnehmen auf diese Reise in eine Welt des nie enden wollenden Staunens und werde zu gegebener Zeit hier über die Fortsetzung der Geschichte berichten.